Gedichte - Huetter h 17

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Nachtflug

Einsam am Berg
Ein Feuer brennt.
Es wachen Kameraden
Für einen, der hoch droben hängt
Mit Tatendrang geladen.

Sie sehn ihn nicht
Doch irgendwo
Fliegt er durch Sternenweiten.
Sein ganzes Denken ist Gedicht,
Sein Schweben und sein Gleiten.

Doch alle Stunden schwenken sie
Im Kreise Feuerscheiter.
Drauf er von hoch zurück er blickt
Zu zeigen, er fliegt weiter.

Und warm  ums Herz
Wird jedesmal
Ihm bei dem Feuerkreisen.
Er fühlt beglückt
Einsam im All
Ihm Freunde sicher weisen.

Während eines Rekordfluges in Hundsheim im Oktober 1937
verfasste Heinrich Hütter diese Zeilen:




Fliegerglück  

Hoch über den Wolken im Banne des Lichts
Zerreißen, zerfetzen die Sorgen in Nichts,
Versunken ist alles, was bang uns gequält,
Dort, wo uns das Herz von der Sonne gestählt.
Armselige Menschlein, ans Erdreich gebannt,
ihr schreitet so mühsam,so schwer durch das Land.
Wir aber jubeln und jauchzen im Licht
bis einst
der Tod uns die Flügel zerbricht.
Bevor zu Ende das irdische Sein,
sahen wir froh in den Himmel hinein.

Dichter unbekannt.                        

 
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